Wie stellen wir Gin her?

Wie stellen wir Gin her?

In unserer Brennerei stellen wir einerseits den "Tschin" her, andererseits brennen wir Gin für Firmen oder Restaurants, wie zum Beispiel den Rheinbrand Gin. Das nennt man übrigens Lohnbrennen.

Die Entstehung des Gins

Früher stellten Mönche medizinische Heilmittel her, die sich aber wegen ihres schlechten Geschmacks nicht gut verkaufen liessen. So kamen sie auf die Idee, diese Tinkturen aus Samen, Pflanzen, Gewürzen und Wurzeln mit Wacholderbeeren zu mischen und zu destillieren. Die Legende besagt, dass so der Gin entstand. Im 17. Jahrhundert tauchen die ältesten Aufzeichnungen über einen Wacholderschnaps namens Genever auf, der dem Arzt Franciscus Sylvius zugeschrieben wird.


Wie wird Gin hergestellt?

Du liebst Erdbeeren und möchtest einen Erdbeer-Gin herstellen? Herzlichen Glückwunsch, du hast die Grundlage für einen Gin gelegt, denn am Anfang steht die Auswahl der Zutaten, die den Geschmack ausmachen. Diese Zutaten nennt man Botanicals. Die Kopfnote kommt immer von Wacholderbeeren, dann kommen verschiedene Früchte, Gewürze, Kräuter, Beeren und Hölzer dazu.

Die Botanicals legen wir für zwei Tage in 96-prozentigen Wodka ein, denn der Alkohol löst die Aromen aus den Botanicals. Es findet also keine Gärung statt, sondern eine Extraktion der Aromen mit anschliessender Destillation, um die Aromen zu konzentrieren und haltbar zu machen. Ein Gin ist also kein Geist, Schnaps oder Brand.

Die Flüssigkeit wird in unsere Destillieranlage gegeben und erhitzt. Ab einer Temperatur von 79 Grad verdampft der Alkohol und fliesst durch die Brennblase. Ein Brennvorgang dauert etwa 3,5 bis 5,5 Stunden - im Sommer länger als im Winter.

Nach der Destillation verdünnen wir den Gin mit destilliertem Wasser auf Trinkstärke (40% vol.). Zum Schluss wird der Gin in Flaschen abgefüllt und etikettiert. Für den "Tschin" malen wir alle Etiketten selbst.

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